Es gab einmal eine Kirche, die von Menschen gebaut wurde, weil sie einen Ort des Friedens und des Vertrauens, der Hoffnung und des Glaubens, des Trostes und der Zuversicht brauchten. Viele Jahrhunderte hatte sie ihnen als Stätte zahlreicher Gottesdienste, von Hochzeiten und Taufen, Begräbnissen und unzähligen Gebeten gedient, bis irgendwann die Gemeinde immer kleiner und kleiner wurde. Und als niemand mehr kam, wurde die Kirchentür einfach abgesperrt und der Schlüssel an den Nagel gehängt.
Genau 55 Jahre vergingen, in denen nur ein paar Mäuse durch die leeren Bankreihen huschten und Tauben das Kirchenschiff bevölkerten, als ein junger Diakon diese Kirche wieder öffnete und sich ihrer gemeinsam mit einem Planungsbüro annahm, um sie aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken. Mit Unterstützung der ganzen Gemeinde, viel Engagement und Eigenarbeit gelang es ihm, diese evangelische Kirche wieder zu einem Treffpunkt des Glaubens, der Kultur und der Verständigung zu machen.
i55 war ursprünglich nur eine Aktennummer des Planungsbüros, doch heute steht es für ein Kulturzentrum, das die gesamte Region – nicht nur evangelische Christen, sondern auch Immigranten und Obdachlose, Junge und Alte, Künstler und Behinderte, Studenten und Bauern gleichermaßen integriert und interessiert. Hier finden so oft Treffen und Vorträge, Konzerte und Ausstellungen, Theateraufführungen und natürlich auch Gottesdienste in den neu sanierten Kirchenräumen statt , dass jeder, der etwas auf sich hält, mindestens einmal im Monat ins i55 geht. Dass sich dadurch wieder eine neue Gemeinde gegründet hat, die sich um ihre Kirche kümmert und sich dafür eingesetzt hat, dass diese auch wieder einen Pfarrer bekommt, ist wahrscheinlich nur ein positiver Nebeneffekt dieses Projektes.
Hier stellen wir unsere neue Kirche und Gemeinde vor, laden zu zahlreichen Veranstaltungen ein und wollen zeigen, dass man gemeinsam viel erreichen kann.